Pflanzen:
Weihnachtszeit ist Mistelzeit !
Mistel (Viscum alba)
Fam.: Viscaceae (Mistelgewächse)
Die Mistel wird neben Stechpalme und Efeu gerne zur Weihnachtsdekoration verwendet. Mistelzweige mit den im Dezember weißen Früchten werden in den Blumengeschäften angeboten. Dies geht auf einen englischen Weihnachtsbrauch zurück (Küsse unter dem Mistelzweig).
Die Mistel wächst epiphytisch („Halbschmarotzer“) auf Bäumen und bildet Büsche, die in der laublosen Winterzeit besonders auffallen. Sie ist immergrün und trägt im November/Dezember weiße, erbsgroße Früchte. Sie sind innen zäh-schleimig und schmecken süßlich.
Inhaltsstoff:
Die Mistel enthält in ihren Blättern, Stängeln und Samen als Hauptwirkstoff das Gift Viscotoxin. Das Fruchtfleisch enthält keine Giftstoffe.
Die schleimig-süßlichen weißen Beeren finden bei Kleinkindern mehr Anklang als die etwas harten Blätter. Wesentliche Vergiftungserscheinungen sind praktisch nie zu erwarten.
Nach dem Verzehr größerer Mengen Beeren, selten Blätter, traten in ca. 1% der im Giftnotruf Berlin gemeldeten Fälle folgende Symptome auf: Bauchschmerzen, Durchfall und Schwitzen.
Maßnahmen:
Geben Sie Tee, Wasser oder Saft zu trinken.
Bei Symptomen sollte das Kind sofort einem Arzt vorgestellt werden.
(Ingrid E. Koch, Margot Senska-Siebert)
Institut für Toxikologie
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