Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
Fam.: Rosaceae (Rosengewächse)
Der Kirschlorbeer, auch Lorbeerkirsche genannt, ist ein immergrüner Zierstrauch in Parkanlagen, Gärten und auf Friedhöfen.
Die bis 15 cm langen Blätter sind derb-ledrig, glänzend und haben eine lorbeerähnliche Form mit glattem Rand. Die weißen Blüten stehen aufrecht. Die Blütezeit ist April – Mai. Danach reifen im August – Oktober die kugeligen, zuerst grünen, dann dunkelroten und zuletzt schwarz-glänzenden Steinfrüchte heran.
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Fotos: www.pflanzenfotos.de | ||
Inhaltsstoffe:
Der Kirschlorbeer enthält cyanogene Glykoside in den Blättern (Prunasin) und den Samen (Amygdalin). Beide Inhaltsstoffe können Blausäure freisetzen.
Um an den Samen heranzukommen, muß der harte Kern der Steinfrucht zerbissen werden. Kleinkinder schaffen es kaum die harte Schale des Kernes zu zerbeißen. Die Blätter müssen gut gekaut werden um Blausäure freizusetzen.
Die Blausäure erkennt man am Bittermandelgeruch.
Symptome:
Essen kleine Kinder bis 5 Früchte und Schulkinder bis 10 Früchte können Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
Werden größere Mengen verspeist kann es zu Rötungen im Gesicht, Kratzen im Hals und Erregung kommen.
Maßnahmen:
Geben Sie ½ - 1 Glas Tee, Wasser oder Saft zu trinken.
Haben die Kinder mehr als 10 Früchte gegessen oder treten andere Symptome als Magen-Darm-Beschwerden auf, rufen Sie Ihren Kinderarzt oder eine Giftinformationszentrale an.
(Ingrid E. Koch, Margot Senska-Siebert)
Institut für Toxikologie
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