Pflanzen:
Eibe (Taxus baccata)
Fam.: Taxaceae (Eibengewächse)
Die europäische Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum. Er kann bis 15 m hoch werden, aber auch als Strauch in Hecken wachsen.
Die nadelförmigen Blätter sind oberseits dunkelgrün-glänzend, unterseits hellgrün-matt. Die Eibe ist in der Regel zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die weibliche Eibe trägt ab August leuchtend rote, süßlich schmeckende Fruchtbecher (Arillus), die den schwarzen, bitteren, harten Samen umschließen.
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Foto: www.pflanzenfotos.de |
Inhaltsstoff:
Die Eibe enthält in allen Teilen das giftige Alkaloid „Taxin“, mit Ausnahme des roten Fruchtbechers. Er ist ungiftig und umschließt den giftigen Samen. Dieser ist relativ hart und kann von Kleinkindern nur unter Schwierigkeiten aufgebissen werden. Der unzerkaute Kern wird heruntergeschluckt und dann unverändert ausgeschieden. Da der zerkaute Kern sehr bitter schmeckt, wird er in der Regel ausgespuckt.
Nicht ungefährlich und immer erst zu nehmen ist das Kauen und Verschlucken der Eibennadeln. Sie sind aber im Vergleich zu den „roten Beeren“ für Kleinkinder unattraktiv und eine Einnahme daher selten.
Erste Symptome können sein: Mundtrockenheit, Rotfärbung der Lippen, Pupillenerweiterung, Blässe, Schwindel und Magen-Darm-Beschwerden.
Maßnahmen:
Werden nur die „roten Beeren“ gegessen, der Kern unzerkaut ausgespuckt oder heruntergeschluckt, geben Sie nur Tee, Wasser oder Saft zu trinken.
Werden Nadeln oder mehr als 3 zerkaute Samen gegessen sollte das Kind sofort einem Arzt vorgestellt werden oder Sie rufen ein Giftnotrufzentrum an.
(Dr. G. Dobler, Margot Senska-Siebert)
Institut für Toxikologie
Giftnotruf Berlin
Oranienburger Str. 285
13437 Berlin
Tel. 030 / 30686 - 711
Fax 030 / 30686 - 799
E-Mail: mail@giftnotruf.de
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