Der Mai ist gekommen …
Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Fam.: Convallariaceae (Maiglöckchengewächse)
Das Maiglöckchen ist ein Frühjahrsblüher und wächst in schattigen Laub-, Mischwäldern und in Gärten.
Die Blätter des Maiglöckchens sind gestielt und geruchlos, die weißen Blüten wohlriechend. Die roten Beerenfrüchte schmecken unangenehm bitter. Die Wurzeln bilden ein Rhizom.

Fotos: www.pflanzenfotos.de
Inhaltsstoffe: herzwirksame Glykoside und Saponine
Das Maiglöckchen enthält in allen Teilen (ausser im Fruchtfleisch) herzwirksame Glykoside und Saponine.
Nach Verschlucken von Pflanzenteilen kommt es durch die enthaltenen Saponine meist rasch zum Erbrechen, wodurch das Risiko einer schweren Vergiftung erheblich gemindert wird.
Die roten Früchte sind für Kinder sehr attraktiv, das Fruchtfleisch hat aber einen bitteren Geschmack. Die glykosidreichen Samen können praktisch nicht zerbissen werden und werden unverändert ausgeschieden.
Eine Maiglöckchenvergiftung mit Herzrythmusstörungen tritt erst nach Aufnahme von vielen Blüten, Blättern oder Beeren auf.
Maßnahmen:
Werden mehr als 3 Beeren gegessen, rufen Sie Ihren Kinderarzt oder ein Giftinformationszentrum an.
Das Trinken von Wasser, in dem Maiglöckchen gestanden haben, ist unbedenklich.
Achtung: Die Blätter können mit Bärlauchblättern (starker Lauchgeruch) und Herbstzeitlosenblättern verwechselt werden.
(Ingrid Koch, Margot Senska-Siebert)
Institut für Toxikologie
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